Die Biozahl

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Die Biozahl – Biodiversität in Zahlen sichtbar machen

Seit 2006 veröffent­licht BioFrankfurt jähr­lich eine „Biozahl“. Mal macht sie auf dramatische Rück­gänge auf­merk­sam, mal zeigt sie posi­tive Entwick­lungen – immer aber steht sie für ein Stück Bio­diversi­tät, das bewegt.
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Das Konzept

Biologische Viel­falt ist schwer zu fassen – sie zeigt sich nicht nur in Arten, sondern auch in genetischer Viel­falt, Lebens­räumen und öko­log­ischen Zusammen­hängen.

Um diese Komplexi­tät anschau­lich und greif­bar zu machen, hat BioFrankfurt im Jahr 2006 die „Biozahl“ ins Leben gerufen: Jedes Jahr steht eine Zahl symbol­isch für ein wichtiges Thema der Bio­diversität.

Die Biozahl kann:

  • alarmieren – wie beim dramat­ischen Rück­gang der Schleiereulen
  • ermutigen – wie bei den arten­reichen Botanischen Gärten Frankfurts
  • informieren – etwa zur Bekannt­heit des Begriffs „Bio­diversi­tät“ in der Bevölkerung

So wird aus Statistik eine Geschichte – und aus Bio­diversi­tät ein Gesprächsthema.

Coming soon: Die Biozahl 2026 wird am 9. September veröffentlicht

Übersicht Veranstaltungen 2026

Veranstaltungen

Mittwoch, 2. September 2026

Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht

Datum: Mittwoch, 2. September um 19:30
Location: Senckenberg, Arthur von Weinberg-Haus im grünen Hörsaal
Genre: Vortrag
kostenlos ohne Anmeldung, Online-Teilnahme möglich

Mit Kurzvorträgen von Jan Jacob Hofmann (Architekt, Klimawerkstatt Ginnheim), Dr. Annette Krop-Benesch (Biologin) und Sabine Frank (Kulturwissenschaftlerin, Sternstadt Fulda).

Licht macht Städte lebendig und attraktiv, die Menschen fühlen sich damit sicherer. Doch wo die Nacht zum Tag wird, hat das Folgen – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Künstliches Licht verändert natürliche Tag-Nacht-Rhythmen, stört Orientierung und Verhalten vieler Arten und lässt den Sternenhimmel aus unseren Städten zunehmend verschwinden. 
Der Themenabend beleuchtet das Spannungsfeld zwischen urbaner Beleuchtung und Dunkelheit aus unterschiedlichen Perspektiven. Expertinnen und Experten aus Architektur, Lichtplanung und Biologie diskutieren, welche Auswirkungen Lichtverschmutzung auf Ökosysteme und unsere Gesundheit hat und wie ein intelligenter, naturgerechter Umgang mit Kunstlicht gelingen kann. Denn die Dunkelheit ist weit mehr als die Abwesenheit von Licht – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil artenreicher und zukunftsfähiger Städte und somit ein zu schützendes Gut.

Teilnahmelink

Meeting-ID: 619 5136 5165
Kenncode: 008950

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Mittwoch, 9. September 2026

Auftakt Earth Night

Datum: Mittwoch, 9. September ab 17 Uhr
Location: Grünebugpark, Ecke Siesmayerstraße/Grüneburgweg
Sonstiges: kostenlos, keine Anmeldung notwendig

Aktionsstand Klimawerkstatt

Bereits ab 17 Uhr informiert die Klimawerkstatt Frankfurt an einem Aktionsstand über Lichtverschmutzung und ihre Auswirkungen. Besucher können bei einem Quiz ihr Wissen über die Nacht testen und Nachtkerzensamen mitnehmen. Eine Ausstellung zeigt, welche Folgen künstliches Licht für die biologische Vielfalt haben kann.

Frankfurt setzt Zeichen für mehr natürliche Dunkelheit

Um 19.30 Uhr begrüßt Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez die Anwesenden. Anschließend stellt Dr. Christiane Frosch von BioFrankfurt die Biozahl 2026 vor.

Astronomischer Sternengeschichten-Spaziergang

Ab 20 Uhr lädt Sabine Frank, Initiatorin des Sternenparks Rhön, zu einem besonderen Sternengeschichten-Spaziergang ein. Auf dem Weg durch den Grüneburgpark verbindet sie Astronomie, Mythologie und die Bedeutung der natürlichen Dunkelheit.
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Freitag, 11. September 2026

Licht an, aber was macht das mit der Natur?

Datum: Freitag, 11. September um 18 Uhr
Location: Opel-Zoo Kronberg, Start an der Statur des Zoogründers
Genre: Führung
Sonstiges: kostenlos, der Zooeintritt fällt an, keine Anmeldung notwendig

Wenn es langsam dunkel wird, beginnt für viele Tiere eine ganz besondere Zeit. Bei dieser Abendführung geht es um die Bedeutung von Dämmerung und Dunkelheit für Tiere und darum, wie künstliches Licht ihre natürlichen Rhythmen beeinflusst. Wir schauen uns an, welche Tiere in der Dämmerung aktiv werden, warum Nachtfalter und andere Insekten vom Licht angezogen werden und welche Folgen Lichtverschmutzung für sie hat. Gemeinsam entdecken wir die faszinierende Welt der Tiere zwischen Tag und Nacht und überlegen, warum „echte“ Dunkelheit für die Natur so wichtig ist.
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Freitag, 11. September 2026

Mitmachstand im Zoo Frankfurt

Datum: Freitag, 11. September von 15-21 Uhr
Location: Zoo Frankfurt, Hinter dem Nachttierhaus
Genre: Aktionsstand
Sonstiges: kostenlos, der Zooeintritt fällt an, nach Zooschluss ist der Stand noch für die Tierpatinnen und -paten vor Ort, die am Patentag teilnehmen da.

An diesem Freitagnachmittag laden wir Sie herzlich dazu ein, sich ganz besonders mit dem Thema Dunkelheit zu beschäftigen. Was würde besser zu einem Besuch im Nachttierhaus passen, als danach das Thema Licht kritisch zu beleuchten? Mit einer kleinen Mitmachstation zwischen Exotarium und Nachttierhaus freuen wir uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Für Kinder gibt es zudem die Möglichkeit, auf spielerische Weise zu überlegen: Wie orientieren sich Tiere nachts eigentlich?
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Freitag, 11. September 2026

Biodiversität bei Nacht im Botanischen Garten

Pflanzen zur Blauen Stunde

Location: Botanischer Garten
Genre: Führungen
Sonstiges: kostenlos, keine Anmeldung notwendig
Wichtig: bitte pünktlich sein- Einlass erfolgt nur zum Start der Führungen. Taschenlampe nicht vergessen- der Botanische Garten ist nicht beleuchtet!

Start: 20 Uhr

Führung: Sybille Fuchs

Im Übergang von Licht zu Dunkel geht es hier um das bewusste Erleben der Stadtnatur im Wandel der Jahreszeiten und des Tageslichtes. In der Dämmerung finden wir noch wenig Kunstlicht, aber umso starten ganz zart die Nachtblüher und betören uns mit ihrem Geruch und locken die Nachtfalter.  Die Nachtkerzen öffnet in Zeitlupe ihre Kelche und lädt die Nachtkerzenschwärmer ein. Jede Pflanze & jedes Tier hat hier sein gewisses Zeitfenster. Gesteuert wird das natürlich: Vom Wechsel der natürlichen Beleuchtung. Das zeigt die empfindlichen Zusammenhänge zwischen Tageslicht bzw. Dunkelzeiten und der Natur und weist auf die Störungen dieser Abläufe durch Kunstlicht hin.  Wie stellt sich die Natur ein, wenn es dunkel wird? Wo startet jetzt das künstliche Licht aus der Stadt? Wie können wir selbst das Licht optimieren, um gut zu sehen und die Nacht, das Klima, den Schlaf und die Biodiversität zu schützen? Wir zeigen, wie man richtig beleuchtet…und wie besser nicht. Beim Naturwandeln bringen wir Naturwissen, Klimaaktionen & Achtsamkeit zusammen.

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Lurche bei Nacht

Start: 21 Uhr

Führung mit Dr. Sebastian Lotzkat

Mehrere heimische Amphibienarten leben frei im Botanischen Garten. Von den laut quakenden Wasserfröschen mal abgesehen binden uns die meisten der hier ansässigen Lurche ihre Anwesenheit aber nicht gerade auf die Nase – schon gar nicht im grellen Tageslicht während der Öffnungszeiten. Deshalb gehen wir heute erst in der Abenddämmerung auf die Suche nach diesen lichtscheuen Gesellen und dürfen gespannt sein, wer sich wohl aufstöbern lässt.

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Die Biozahlen im Überblick

2026

coming soon

Veröffentlichung am 9. September ab 19:30 Uhr im Grüneburgpark
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2025

526

Winzige Pflanzen mit großer Wirkung: Insgesamt 526 Pflanzenarten wurden in Frankfurter Pflasterritzen dokumentiert.
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2024

20

BioFrankfurt wird 20 Jahre alt – Grund genug, sich selbst zur Biozahl zu machen. Denn seit zwei Jahrzehnten bringt das Netzwerk starke Partner:innen zusammen, um biologische Vielfalt zu fördern, sichtbar zu machen und gemeinsam neue Wege im Naturschutz zu gehen. Die Biozahl 2024 würdigt diesen Einsatz und erinnert daran, wie wichtig vernetzte Zusammenarbeit für den Schutz der Biodiversität ist – damals wie heute.
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2023

–1.800

In nur 15 Jahren ist die Zahl der Schleiereulen-Brutpaare in Hessen von 2.000 auf 200 gesunken. Erstmals benennt BioFrankfurt eine negative Biozahl: –1.800.
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2022

14.000

So viele Pflanzenarten wachsen in den Botanischen Gärten Frankfurts. Das sind mehr als drei Mal so viele wie in ganz Deutschland natürlich vorkommen. Frankfurt zählt damit zu den artenreichsten Standorten weltweit.
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2021

27

27 Feldhamster wurden 2021 in Hessen ausgewildert – gezüchtet im Opel-Zoo. Ein Beitrag zur Rettung einer vom Aussterben bedrohten Art.
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2020

0,6 %

So viel echte Wildnis gibt es in Deutschland. Geplant waren 2 %. Das Ziel wurde klar verfehlt – und zeigt, wie wenig Raum wir der Natur lassen.
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2019

7.800.000.000

7,8 Milliarden Menschen leben Anfang 2020 auf der Erde. Mehr Menschen bedeuten weniger Lebensraum für Arten – ein globales Spannungsfeld.
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2018

47 %

Fast die Hälfte der Deutschen kennt den Begriff „Biodiversität“. 2007 waren es nur 26 %. Bewusstsein wächst – Handeln bleibt gefordert.
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2017

40 %

So hoch ist der Rückgang bei Tagfaltern – und das ist nur ein Teil des Insektensterbens. Artenvielfalt schrumpft, oft lautlos.
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2016

5 Tiere

Kegelrobbe, Wolf, Luchs, Wildkatze und Fischotter – die „Big Five“ der Rückkehrer. Eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes.
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2015

10.000

So viele Obstbäume stehen am Maintal-Berger Hang – Hessens größte Streuobstwiese. Sie sichern Sortenvielfalt und genetisches Erbe.
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2014

1.000

1.000 Pilzarten auf nur 500 Metern im Taunus – ein Beispiel für die oft übersehene Vielfalt der Pilze und ihr ökologisches Potenzial.
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2013

107

So viele Brutvogelarten leben dauerhaft im Frankfurter Stadtgebiet – ein Spitzenwert im Vergleich.
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2012

865.000

So viele Quadratkilometer an Schutzgebieten betreuen BioFrankfurt-Mitglieder weltweit – zweieinhalb Mal die Fläche Deutschlands.
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2011

14

14 Fledermausarten leben in Frankfurt – und zeigen: Auch Städte bieten Lebensraum für Wildtiere.
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2010

1.675

So viele Farn- und Blütenpflanzen wurden in Frankfurt dokumentiert – etwa 1.390 davon kommen heute noch vor.
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2009

1.250

Im Taunus wachsen 1.250 wild vorkommende Pflanzenarten – ohne Zutun des Menschen.
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2008

5

Jede fünfte Pflanze kann als Heilpflanze genutzt werden. Ein Beispiel für den Wert biologischer Vielfalt für unsere Gesundheit.
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2007

25,7 %

So viele Menschen konnten 2007 den Begriff „Biodiversität“ richtig einordnen. Heute sind es deutlich mehr – aber reicht das?
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2006

2.000.000

So viele Arten waren 2006 weltweit beschrieben. Eine beeindruckende Zahl – doch viele Millionen Arten bleiben unbekannt.
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