Wettbewerb 2025/2026

Weiße Blüte und grüne unreife Frucht einer Erdbeerpflanze mit großen grünen Blättern im Hintergrund.

Rückblick

Der Wettbewerb wurde am 5. September 2025 aus­ge­schrie­ben. Bis zum Ein­sende­schluss am 22. Oktober 2025 gingen 43 Projekt­ideen von Einzel­personen, Initia­tiven und Vereinen ein. Die Jury wählte daraus im Winter 2025 sechs Pro­jekte für die Short­list aus, die im Januar 2026 bekannt­ge­geben wurden. Die sechs Short­list-Projekte wurden anschließend zur Aus­ar­beitung eines de­tail­lier­ten Konzepts einge­laden, fach­lich beglei­tet durch Pat:innen und unter­stützt durch einen gemein­samen Work­shop im Palmen­garten. Am 27. März 2026 wurden die drei Gewinner­projekte im Palmen­saal des Palmen­gartens ausgezeichnet.

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Schirmherrin mit den Gewinner:innen, der Jury, den Pat:innen und dem BioFrankfurt-Team. (Foto: Sven Tränkner/Senckenberg)
„Insgesamt wurden 43 Projektideen eingereicht – mit beeindruckender thematischer Bandbreite, großem Engagement und vielen hervorragenden Ansätzen.“
— Dr. Katja Heubach, Vorstandsvorsitzende des Netzwerks BioFrankfurt und Direktorin des Palmengartens Frankfurt

Ablauf und Phasen

Bewerbungsstart ab Sommer 2025
Ab 5. September 2025 konnten Ideen ein­gereicht werden

Bewerbungsfrist bis Herbst 2025
Einsendeschluss war der 22. Oktober 2025

Auswahl der Shortlist im Winter 2025
Die Jury wählt aus 43 Einreichungen sechs Projekte aus

Workshop für die Shortlist-Projekte im Winter 2025
Workshop im Januar 2026 im Palmengarten, begleitet durch Pat:innen

Preisverleihung im Frühling 2026
27. März 2026 im Palmensaal des Palmengartens

Umsetzungsphase im Sommer 2026
Die prämierten Projekte werden umgesetzt

Die Jury

Esa Böttcher
Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Karsten Dufft
Deutscher Olympischer Sportbund

Bernd Jenne
Frankfurter Sparkasse bzw. Stiftung Frankfurter Sparkasse

Alexander Kehl
Umweltamt Frankfurt

Dr. Valerie Köcke
Zoologische Gesellschaft Frankfurt

Dr. Julia Krohmer
Senckenberg bzw. Forschungsinstitut Senckenberg

Prof. Dr. Stefan Wanke
Goethe-Universität / Forschungsinstitut Senckenberg

Die Shortlist 2025/2026

Sechs Projekte kamen in die engere Auswahl. Drei davon wurden prämiert, alle sechs erhielten eine Paten­schaft und einen Ehrenpreis.
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Projektbild "Bonames blüht"
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1. Platz, dotiert mit 15.000 €, ging an das Projekt „Bonames blüht – Sport, Grün & Vielfalt im Stadt­teil“ (Foto: Sven Tränkner/Senckenberg)

Die Preisträger:innen
2025/2026

Bonames blüht – Sport, Grün & Vielfalt im Stadtteil

Platzierung und Fördersumme: 1. Platz, 15.000 €

Ort / Stadtteil: Frankfurt-Bonames

Träger/Initiative: TSV Bonames und Natur­schutz­verein Bonames; Ansprech­personen sind Dany Kupczik (TSV Bonames) und Susanne Hisgen (Natur­schutz­verein Bonames)

Website: www.bonamesblueht.de

Worum geht’s

Der TSV Bonames und der Natur­schutz­verein Bonames gestal­ten gemein­sam Sport- und Grün­flächen im Stadt­teil natur­nah um. Durch Pflanz­aktionen, den Bau von Insekten- und Vogel­habi­taten und die Ein­rich­tung eines „Sport- & Natur-Pfads“ sollen neue Lebens­räume für Pflanzen und Tiere sowie Bewegungs­räume für Menschen ent­stehen. Gemein­sam mit Schulen, Kitas und Anwohner:innen werden Flächen bepflanzt, gepflegt und als Lern­orte genutzt. So ver­bindet das Projekt Sport, Bildung und Bio­diversi­tät mitten im Stadtteil.

Was macht es besonders

Das Vor­haben bringt zwei Vereine zusammen, die sonst selten kooperieren: einen Sport­verein und einen Natur­schutz­verein. Damit erreicht es eine Ziel­gruppe, die über natur­schutz­affine Kreise hinaus­geht. Die Ver­bindung von Bewegungs­angebot und Lebens­raum auf der­selben Fläche macht den Ansatz auf andere Sport­anlagen über­tragbar. Schirm­herrin Tina Zapf-Rodríguez hob bei der Preis­ver­lei­hung „die Ver­bin­dung von Sport und Natur­schutz“ als eines der Beispiele hervor, die zeigen, wie Frank­furts Potenzial als Bio­diversitäts­stadt genutzt werden kann.

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Projektbild "Hell, wie die Nacht"
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2. Platz, dotiert mit 10.000 €, ging an das Projekt „Hell, wie die Nacht – vom arten­gerech­ten Umgang mit Kunst­licht“ (Foto: Sven Tränkner/Senckenberg)

Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht

Platzierung und Fördersumme: 2. Platz, 10.000 €

Ort/Stadtteil: Grüngürtel Frankfurt und Stadtgebiet

Träger/Initiative: Klima­werk­statt Frankfurt; Ansprech­personen sind Jan Jacob Hofmann und Sybille Fuchs

Website: www.klimawerkstatt-frankfurt.de

Worum geht’s

Die Klima­werk­statt Frankfurt widmet sich den Aus­wir­kun­gen von Licht­ver­schmut­zung auf die Bio­diversi­tät. In Nacht­spazier­gängen, Vor­trägen und einer Aus­stellung soll gezeigt werden, wie künst­liches Licht das nächt­liche Öko­system beein­flusst: von Vögeln, die nachts singen, über Bäume, die im Winter bereits aus­treiben, bis hin zu Insekten, die massen­haft an Lampen sterben. Gleich­zeitig will das Projekt ver­mitteln, was alle gegen Licht­ver­schmut­zung tun können. Geplant sind außer­dem Presse­artikel, Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen und persön­liche Gespräche mit Ent­scheider:innen. Die Nacht­spazier­gänge sollen im Grün­gürtel Frankfurt und im Stadt­gebiet statt­finden, die Vor­trags­reihe und die Aus­stellung in geeig­neten Räumlich­keiten des Sencken­berg­museums, des Palmen­gartens, des Stadt­wald­hauses oder des Zoos Frankfurt.

Was macht es besonders

Das Projekt setzt nicht an einer Fläche an, sondern an einem Umwelt­faktor, der im Stadt­raum kaum wahr­genommen wird. Es macht ein weit­gehend unsicht­bares Prob­lem über direkte Natur­er­fah­rung zugäng­lich — nächt­liche Spazier­gänge sind Erlebnis und Wissens­ver­mitt­lung zugleich. Schirm­herrin Tina Zapf-Rodríguez nannte bei der Preis­ver­leihung „neue Perspek­tiven auf den Ein­fluss von Licht in der Stadt“ als eine der Stärken des dies­jährigen Preisträgerfelds.

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Projektbild "Bee Sossenheim"
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3. Platz, dotiert mit 5.000 €, ging an das Projekt der „Nachbar­schafts­initia­tive Bee Sossen­heim“ (Foto: Sven Tränkner/Senckenberg)

Nachbarschaftsinitiative Bee Sossenheim

Platzierung und Fördersumme: 3. Platz, 5.000 €

Ort/Stadtteil: Frankfurt-Sossen­heim, Frisch­luft­schneise hinter der Wester­bach­siedlung

Träger/Initiative: Nachbar­schafts­initia­tive Bee Sossen­heim; initiiert von Tine Pfeffer und Ulrich Nothwang

Website: www.schobbebord.de

Worum geht’s

Eine völlig mit Brom­beeren und Essig­bäumen zuge­wucherte Frisch­luft­schneise hinter der Wester­bach­sied­lung wurde von den Nach­barn vom Müll befreit und mit viel Engage­ment von invasiven Arten befreit. Statt­dessen gibt es nun arten­reiche ein­heim­ische Wild­blumen­wiesen, Struktur in Form von Benjes­hecken, Totholz­haufen, Streu­obst­wiesen, Trocken­mauer, Eidechsen­burg und Sand­beet. Auch ein Insekten­haus und viele Nist­kästen wurden einge­bracht. Mit Un­ter­stüt­zung von befreun­deten Bio­logen und Hilfe durch das Equip­ment des befreundeten Vereins Wild­wiesen wird die Fläche öko­logisch umge­staltet und regel­mäßig gemäht. Das Mähgut wird abge­tragen, um die Ab­mage­rung des Bodens und damit den Arten­reich­tum zu fördern.

Was macht es besonders

Das Projekt war zum Zeit­punkt der Preis­ver­lei­hung als einziges der drei Gewinner­projekte bereits in der Um­set­zung — die Fläche ist ver­wandelt, nicht geplant. Fach­lich begleitet und extensiv gepflegt zeigt es, wie Nach­bar­schaft gemein­sam Bio­diversi­tät stärken kann. Die Band­breite der ange­legten Strukturen — von der Trocken­mauer über die Eidechsen­burg bis zum Sand­beet — schafft auf einer einzigen Fläche Lebens­räume für sehr unter­schied­liche Artengruppen.

Stand der Umsetzung

Das Projekt wird bereits umge­setzt. Zum Zeit­punkt der Preis­ver­lei­hung am 27.03.2026 war die Frisch­luft­schneise bereits in ein Kleinod mit arten­reichen ein­heim­ischen Wild­blumen­wiesen, Tot­holz­haufen, Streuobst­wiesen, Trocken­mauer, Eidechsen­burg und Sand­beet verwandelt. Mit dem Preis­geld sollen weitere Ideen inner­halb des Projekts um­ge­setzt und die Oase dauer­haft erhalten werden.

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Schirmherrin mit den Gewinner:innen, der Jury, den Pat:innen und dem BioFrankfurt-Team.
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1. Platz, dotiert mit 15.000 €, ging an das Projekt „Bonames blüht – Sport, Grün & Vielfalt im Stadtteil“.
2. Platz, dotiert mit 10.000 €, ging an das Projekt „Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht“.
2. Platz, dotiert mit 10.000 €, ging an das Projekt „Hell, wie die Nacht – vom artengerechten Umgang mit Kunstlicht“.
3. Platz, dotiert mit 5.000 €, ging an das Projekt der „Nachbarschaftsinitiative Bee Sossenheim“.
3. Platz, dotiert mit 5.000 €, ging an das Projekt der „Nachbarschaftsinitiative Bee Sossenheim“.
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Schirmherrin Tina Zapf-Rodríguez, Stadträtin und Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen.
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Die Gastgeberin Dr. Katja Heubach führt durch den Abend.
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Daphne Lipp von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft freut sich über so viel Bürgerengagement.
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Die Spannung steigt …
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Joachim Gottschalk, Beirat von BioFrankfurt, hält die Laudationen.
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Dr. Sven Matthiesen (Vorstand Frankfurter Sparkasse) übergibt die Schecks.
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Volles Haus im Palmensaal des Palmengartens Frankfurt.
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Die Ehrenpreise an alle Shortlist-Kandidat:innen werden von Meike Schulz und Dr. Katja Heubach übergeben.
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Mit Blick ins Grüne: Die Preisverleihung im Palmensaal.

Förderer

Frankfurter Sparkasse

Im Jahr 1822 gegründet, ist die Frank­furter Spar­kasse heute Markt­führerin im Privat­kunden­geschäft im Rhein-Main-Gebiet. Als Teil des Helaba-Konzerns bietet sie gemein­sam mit ihren Partnern der Spar­kassen-Finanz­gruppe sämtliche Finanz­dienst­leis­tun­gen für Privat-, Gewerbe- und Firmen­kunden. Eng ver­bunden mit der Region übernimmt die Frank­furter Spar­kasse gesell­schaft­liche Verant­wortung und fördert zahl­reiche Pro­jekte und Initia­tiven unter anderem im wissen­schaft­lichen Bereich. Die Preis­gelder werden von der Stiftung Frank­furter Spar­kasse zur Ver­fügung gestellt.

Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Die Stiftung Poly­tech­nische Gesell­schaft enga­giert sich tat­kräf­tig für die Menschen in Frank­furt am Main. In den Bereichen Bildungs­land­schaft und Sprach­bildung, Kulturelle Bildung, Bildung für Zivil­gesell­schaft­liches Engage­ment und Nach­haltig­keit, Wissen­schaft, Technik, Beruf­liche Bildung, Soziales, Humani­täres, Kari­tatives und Demo­kratie­bildung realisieren und unter­stützen wir Projekte, die die Persön­lichkeits­entwicklung des Einzelnen fördern und die Teil­habe an der Gemein­schaft stärken. So leisten wir einen ganz prak­tischen Bei­trag zu einer leben­digen und soli­da­ri­schen Stadt­gesell­schaft – ganz nach dem Motto „Wir bauen am Wir“.

Kontakt

Melden Sie sich gerne bei Fragen unter ideen@biofrankfurt.de.